St. Marien im Sonnenlicht

Endlich wieder freie Sicht auf die Doppeltürme von St. Marien Copyright: Steffi Niemann

St. Marien: Türme endlich ohne Gerüste

Auf diesen Anblick hat man lange, sehr lange warten müssen, knapp eine Dekade. Denn schon seit 2012 stehen Gerüste an den Türmen von St. Marien, erst zur Sicherung des Südturms und seit 2014 am Nordturm.

Jetzt sind die störenden Riesen- Verkleidungen endlich weg.

„Es gibt noch Reste der Baustelle am Kirchenfuß“, sagt Marienpastor Robert Pfeifer, „aber die werden auch noch entfernt.“ Natürlich sei es ein schönes Gefühl, die Kirche wieder in voller Pracht sehen zu können und das 1,5-Millionen-Euro schwere Sanierungsprojekt erst mal ab- geschlossen zu wissen.

Im Innenraum wird weiter saniert

Allerdings geht es jetzt mit voller Kraft im Innenraum weiter. So wurde schon ein fast 40 Meter hohes Gerüst im Hochchor aufgebaut, um das Ausmaß der Deckenschäden bis ins Gewölbe hinein in Augenschein zu nehmen. Das Projekt im Kircheninneren hat laut Pfeifer in den nächsten zehn Jahren einen Finanzbedarf von circa 40 Millionen Euro inklusive der Anschaffung einer neuen Orgel – einen 14 Millionen-Euro-Zuschuss hat der Bund zugesagt.

Dom-Sanierung für mindestens acht Jahre

Aber damit nicht genug: Schließlich steht eine weitere, sehr aufwendige Türme-Sanierung an, und zwar am Dom. Laut Voruntersuchung werden die Arbeiten mindestens acht Jahre dauern und rund 23 Millionen Euro verschlingen. Mit der Eröffnung einer großen Ausstellung will die Gemeinde bald offiziell den Startschuss dafür geben. Nach vielen Treffen, Überlegungen und Detailabsprachen nimmt diese Schau nun Gestalt an. Teile der Außengerüste, die zuvor in St. Marien standen, sind im Ostchor auf- gebaut. Steht man vor ihnen, lässt sich die Dimension der großen Tafeln mit informativen, geschichtlichen Texten und Bildern erahnen.

Bunte Themenauswahl in Ausstellung

„Themen der Ausstellung werden die Geschichte des Doms, die umfangreiche Sanierung und ihre Finanzierung sein; darüber hinaus das Gemeindeleben, die Geschichte und die Arbeit der Kirchenbauhütte“, sagt Steffi Niemann vom Projekt „Sieben Türme will ich sehen“. Sehr anschaulich würden dann auch die bis zu zwei Meter langen Bohrkerne, Backsteine und ein mobiles Gerüst aus früheren Zeiten, mit denen Arbeiter am Turm gesichert waren, zu sehen sein.